Geschichtliches aus Berg bei Rohrbach
Dieser alte Kinderreim zeigt in selbstbewusster Weise die zentrale Lage Rohrbachs in der Mitte des oberen Mühlviertels auf.
Die Siedlung entstand in einer Seehöhe von 625 m am Kreuzungspunkt alter Verkehrswege, auf denen vor allem der Handel mit Salz abgewickelt wurde. So führte ein Ausläufer des "Goldenen Steiges", auf dem Halleiner Salz von Passau nach Böhmen transportiert wurde, durch Rohrbach. Auf der "Via regia" (Königsstraße) brachten Händler das Salz aus dem Salzkammergut über Linz nach Rohrbach und von hier weiter nach Böhmen.
Ein dritter Handelsweg führte Waren von den "Donauhäfen" Obermühl, Landshaag und Niederranna über Rohrbach nach Böhmen.
Und schließlich wurde auf der sogenannten Ochsenstraße Nutzvieh hauptsächlich aus Ungarn über das Mühlviertel in erster Linie nach Bayern getrieben.
Diese äußerst günstige Lage machte Rohrbach schon sehr früh zu einem zentralen Umschlagplatz und ließ Handel und Handwerk aufblühen