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Auf dem Weg zu Stadt

Nicht nur durch urkundlich verbriefte Privilegien unterschied sich der Markt vom Umland. Das alltägliche Leben der Bürger gestaltete sich anders. Manchen Bürgerhäusern wurde bereits im 17. Jhdt. ein zweites Stockwerk aufgesetzt. 1788 erhielt unser Ort statt des Marktrichters einen Bürgermeister. Ziemlich früh schon gab es erste Ansätze einer Kanalisation. Für eine eigene Sparkasse übernahm die Marktcommune die Haftung. Langwierige Verhandlungen brachten einen Anschluss an die Mühlkreisbahn. 1889 erschien mit den "Mühlviertler Nachrichten" erstmals eine eigene Zeitung in Rohrbach. Man ging ins Kaffeehaus, bestaunte 1906 die erste Kinovorführung, das elektrische Licht erhielt man 1914 aus einem eigenen Kraftwerk. Auch die bürgerliche Kost unterschied sich von jener der Bauern ringsum, und eine besondere Einnahmequelle des Marktes bildete das Bier aus dem eigenen Brauhaus.

Stadterhebung
Durch den Bescheid der OÖ Landesregierung vom 24. März 1986 war Rohrbach zur Stadt erhoben worden. Es dauerte allerdings noch ein ganzes Jahr, bis sich die junge Stadt so herausgeputzt hatte, dass die Feier der Stadterhebung am 5. Juli 1987 über die Bühne gehen konnte.