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Wallfahrtskirche Maria Trost


Ihre Entstehung verdankt sie einem Gelübde des Grafen Wolf Dietrich von Rödern, der gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges gelobte, auf dem Berggipfel eine Kirche zu errichten, wenn Rohrbach von den Raubzügen der Schweden verschont bliebe. Als die Feinde sich näherten, zog ein dichter Nebel auf und sie zogen an der Großen Mühl entlang an Rohrbach vorbei.

Die Burg der Perger, die einst dort war, wo jetzt die Wallfahrtskirche ist, hatte das Geschlecht der Perger von Passau als Lehen. Als Stammvater dieser alten Familie trat ein "Henricus de monte" (Heinrich vom Berg) im Jahr 1231 ins Licht der Geschichte. Ein späterer Nachkomme, Wolfgang Perger, war 1460 bis 1473 Pfarrer von Rohrbach. Mit Christoph Perger, der 1541 kinderlos starb, ist dieses Geschlecht im Mannesstamm erloschen. Seine Schwester Magdalena aber war mit Erasmus I. von Rödern verheiratet, und so kam Schloss und Herrschaft der Perger 1542 an die Grafen von Rödern. Die Burg der Perger am Gipfel des Berges überließ er ihrem Schicksal und somit war sie dem Verfall preisgegeben. Dafür ließ er ein Schloß an anderer Stelle, oberhalb des Grimmshofes, der der Mairhof des Schlosses war, errichten.

Die letzte Wohltäterin für Maria Trost aus diesem Geschlecht war die Gemahlin des Grafen Bernhard Franz Anton, Carolina, geborene Freifrau von Ottislav, die um 1743 die Kirche restaurieren ließ. Sie tat dies so gründlich, dass man eher von einer Neugestaltung sprechen muss. In diesen Jahren erhielt sie nach innen und außen ihre heutige Form und Gestalt.

Die Wallfahrtskirche war seit ihrem Bestehen beliebter Anziehungspunkt für Wallfahrer, Ausflügler und besinnliche Wanderer und ist es bis heute geblieben.