Geschichtliche Ereignisse
Die Gemeindebevölkerung war bis zum Ende des zweiten Welkkrieges vornehmlich in der Landwirtschaft tätig. Ende 1956 zählte man beispielsweise noch 112 Vollerwerbs- und 158 Nebenerwerbsbetriebe.
Die durchschnittliche Bebriebsgröße belief sich damals auf 10,6 ha. Die auffallend große Anzahl von Klein- und Kleinstbetrieben unter 5 ha (deren 153) lässt sich damit erklären, dass die bodenständliche Leder- und Leinenindustrie in den Nachbarorten Rohrbach und Haslach vielen Gemeindebewohnern Arbeit geboten hatte und diese oft in mühsamer Weise nebenbei eine Kleinlandwirtschaft betrieben. Ein ebenso beträchtlicher Anteil der Unselbständigen ging der Arbeit in den Steinbrüchen im Norden des Gemeindegebietes und in der Nachbargemeinde Schlägl nach. Sowohl diese Granitsteinbrüche, deren Kompressorlärm noch bis Ende der 60-er Jahre dieses Jahrhunderts in vielen Ortschaften unserer Gemeinde zu hören war, als auch die Leder- und Leinenindustrie haben mittlerweile ihree Bedeutung völlig eingegüßt. An deren Stelle sind mittlerweile Arbeitsorte getreten, die die Menschen unserer Gemeinde zu Pendlern in den Zentralraum Linz, aber auch zu einem großen Teil in die Bezirkshauptstadt gemacht haben.
Die landwirtschaftlichen Betriebsflächen in großer Zahl aufgelassenen Kleinbetrieben wurden von den noch verbleibenden Vollerwerbsbetrieben nur mehr 56 Nebenerwerbsbetriebe gegenüber gestanden sind. Die durchschnittliche Betriebsgröße hat sich auf 13,1 ha erhöht. Ein nicht unbeträchtlicher Teil des Gemeindegebietes ist Ende der 50-er Jahre und Anfang der 60-er Jahre aufgeforstet worden, wobei auch hier viele Fichten-Monokulturen angelegt worden sind. Der Waldanteil des Gemeindegebietes ist mittlerweile auf rund 34 % gestiegen. Das Arbeitsplatzangebot in der Gemeinde wird heute vor allem von landwirtschaftlichen Genossenschaftsbetrieben mit zusammen rund 90 Beschäftigten, sowie mehreren Betrieben der KFZ-Branche, sowie einem Bauunternehmen geprägt, nachdem staatlicherseits mit der Schließung der Straßenmeisterei Rohrbach, der Bahnmeisterei Rohrbach-Berg, der Übersiedlung des Telegraphenbautrupps der Gemeinde im letzten Jahrzehnt viele Arbeitsplätze entzogen worden sind. von den insgesamt 32 Betriebsstätten der Gemeinde sind deren 7 im Handelsbetriebe, deren 6 der Dienstleistungssparte, deren 9 dem Handwerk, deren 7 dem Gastgewerbe und deren 3 dem Transportwesen zuzuordnen.
Dem ständigen Rückgang an Arbeitsplätzen im Laufe des letzten Jahrzehnts versuchte die Gemeinde in den letzten Jahren mit der Anlage eines Betriebsbaugebietes an der B 127 im Bereich der Ortschaft Scheiblberg entgegenzuwirken. Wenn es sich bei den dortigen Betriebsgründungen auch zum Teil nur um Verlegungen innerhalb des Gemeindegebietes handelt, so stellen zwei Firmenneugründungen doch eine gewisse Attraktivität dieses Gebietes unter Beweis.
Wenn auch einige bäuerliche Betriebe sehr bemüht sind, beste Voraussetzungen für den Urlaub am Bauernhof zu bieten, hat der Tourismus in der Gemeinde im gewerblichen Bereich bislang nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Die Gaststätten haben die Fremdbeherberung nach Versuchen in den 60-er und 70-er Jahre wieder eingestellt.