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Geschichtliche Ereignisse

Ein prähistorischer Fund (Steinbeil) lässt auf eine frühe Begehung des Gebietes schließen. Um das Jahr 1000 ist das Gebiet wahrscheinlich noch nicht besiedelt, es führt aber bereits ein Handelsweg über das heutige Berg. Die Hauptbesiedelung erfolgte durch die Falkensteiner im 12. und 13. Jahrhundert und durch passauische Dienstgeschlechter (Gintersberg, Berg).

Urkundlich ist Berg (damals Perg) 1253 erstmals erwähnt. Das namengebende Geschlecht waren die Perger oder "de monte", die am Gipfel des Maria Trost Berges ihre Stammburg errichteten. Im Zuge der Bauernkriege wurde die Burg 1626 niedergebrannt.
Danach erbaute Hans von Rödern auf halber Höhe des Berges ein neues Schloss. In den Jahren des 30-jährigen Krieges gelobten die Grafen Rödern der Gottesmutter Maria eine Kirche zu bauen, wenn ihr Schloss von den Schweden verschont würden. Mit Erfüllung dieses Gelübdes entstand ind den Jahren bis 1655 die Wallfahrtskirche Maria Trost, eines der Wahrzeichen unserer Gemeinde.

Nach dem Aussterben der Rödern im Jahre 1744 sollte das Schloss and die Freiherrn von Trenckh kommen. Es gelangte jedoch in den Besitz des in Mähren ansässigen Reichsgrafen Freiherrn von Stom. Nach dessen Tode erwarb es im Jahre 1822 der im Schlosse angestellte Pfleger Karl Mittermayr, ehe es im Jahre 1870 an die Bierbrauerfamilie Jungwirth überging. Infolge wirtschaftlicher Schwierigkeiten veräußerte nach dem Tode des Besitzers Leopold Jungwirth im Jahre 1906 dessen Witwe am 24. August 1912 das Schloss samt allen dazugehörigen Liegenschaften an den Immobilienhändler Ludwig Prähofer um 210.000 Kronen. Dieser zerstückelte dann im Laufe von nur 7 Monaten den uralten Edelsitz, woraus sich die heutigen Besitzverhältnisse im Zentrum der Ortschaft Berg ableiten.

Der zum Schloss gehörige Meierhof gelangte ebenfalls um 1820 in bürgerliche Hände. Aus dessen Besitz kaufte in weiterer Folge die Marktgemeinde Rohrbach den sogenannten "Poeschlteich" um 280 Gulden in einem Flächenausmaß von 1 Joch 365 Klafter, vornehmlich zur Eisgewinnung für das Bräuhaus und als Löschwasserreservat für den Markt selbst.

Das Benefizium der Wallfahrtskirche Maria Trost wurde von 1655 bis 1912 von Weltpriestern betreut, bevor es 1912 vom Stift Schlägl angekauft worden ist (Kirche, Pfarrhof, Mesnerhaus), um es aus den Händen von Immobilienmaklern zu retten. Seit diesem Zeitpunkt wird die Wallfahrtskirche von Chorherrn des Stiftes Schlägl betreut.